Staatliche Realschule Hilpoltstein
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Es waren einmal...

...die motivierten SchĂŒler der Klassen 5d und 5e, die immer gern in die Schule gingen, weil sie dort all ihre Freunde treffen konnten und stets viel Spaß im Deutschunterricht bei Frau Neumann und Frau Bleicher hatten. Doch dann kam die hinterhĂ€ltige Hexe Corona. Sie belegte die ganze Welt mit einem bösen Zauber, sodass kein MĂ€dchen und kein Junge mehr zur Schule gehen konnte. Den SchĂŒlern wurde es immer langweiliger zuhause, doch um sich von diesem Zauber befreien zu können, mussten sie ihr Können in einem MĂ€rchenprojekt beweisen. ZunĂ€chst gaben sie zuverlĂ€ssig all ihre ArbeitsblĂ€tter ab, in denen sie alles Wissenswerte rund um das Thema MĂ€rchen erfuhren. In einem zweiten Schritt wurden sie selbst kreativ und schrieben ganz eigene MĂ€rchen. Die dritte und anspruchsvollste Aufgabe war dann, aus diesem MĂ€rchen ein Hörspiel zu gestalten. Es war keineswegs einfach, aber die SchĂŒler schafften alle drei Aufgaben - und siehe da - es wirkte! Der Zauber der bösen Hexe Corona wurde immer schwĂ€cher und alle SchĂŒler durften wieder in die Schule. Welch ein GlĂŒck!

Hier sind ein paar Beispiele der selbst verfassten MĂ€rchen:

Tom und der Feenschatz 

 
Es war einmal ein armer Bauer. Er lebte mit seiner Familie in einem kleinen Dorf. Sein Name war Tom und er hatte mit seiner Frau Sara vier Kinder. Sie hatten nicht viel Geld und mussten oft hungern. Manche Menschen in ihrem Dorf hatten nicht einmal richtige Kleidung. 
 
Als Tom eines Abends in sein Bett ging, merkte er, dass eine Holzdiele locker war. Er wurde neugierig und klappte sie nach oben. Dort war ein Versteck. „Nanu“, sagte Tom ĂŒberrascht. In dem Hohlraum lag eine kleine Ukulele. Er zupfte vorsichtig an den Saiten. Eine wunderschöne Melodie erklang. Es war ihm noch nie so leicht gefallen ein Instrument zu spielen. Nebel umhĂŒllte ihn und wirbelte um ihn herum. Auf einmal, wie aus dem Nichts, erschienen drei Feen. Sie hatten blaue MĂ€ntel und rosarote HĂŒte an. „Hallo Tom“, begrĂŒĂŸte ihn eine der Feen. Tom stotterte Ă€ngstlich: „Ha
Ha
Hallo?!“ „Ich bin Hilda und das sind meine Freundinnen Matilda und Frieda“, flĂŒsterte die Fee. „Du hast uns gerettet!“, rief Frieda. „WĂ€ren wir noch lĂ€nger da unten geblieben, hĂ€tten wir unsere KrĂ€fte verloren!“, schluchzte sie. „Ein böser Zauberer hat uns in die Ukulele gehext“, erklĂ€rte Hilda. 
Tom rief: „Zum GlĂŒck habe ich euch gefunden!“ 
„Nimm zum Dank diese Schatzkarte!“ Die Feen verabschiedeten sich. Tom beschloss schon am nĂ€chsten Tag aufzubrechen und der Karte zu folgen. Daher ging er zu seiner Familie, erzĂ€hlte ihnen, was geschehen war und dass er jetzt losziehen werde, um das GlĂŒck zu finden. Er musste drei Tage und NĂ€chte durchlaufen, bis er an der Stelle mit dem Kreuz auf der Karte angekommen war. Nun stand er inmitten einer Felsenlandschaft und entdeckte einen mit Moos bedeckten Höhleneingang. Als er hineingehen wollte, stand dort ein furchteinflĂ¶ĂŸender Mann. Dieser wollte von ihm wissen, was er hier suche. Tom zeigte ihm die Schatzkarte und sagte ihm, dass er diesen von den drei Feen geschenkt bekam, weil er sie befreit hatte und er nun seinen Schatz abholen wolle. Der Mann antwortete: „Dazu musst du erst dieses RĂ€tsel lösen: Was ist immer vor dir, du kannst es aber weder anfassen noch sehen?“ Tom grĂŒbelte, aber dann fiel ihm ein, dass er dieses RĂ€tsel von seinen Kindern schon einmal gehört hatte. „Die Zukunft!“, rief er erfreut. „Diese Lösung ist richtig!“, sagte der Mann und murmelte: â€žLupa li ken open.“ Er ließ Tom in die Höhle, die voll von Gold und Diamanten war. 
Dieser nahm, so viel er tragen konnte und verteilte die ReichtĂŒmer in seinem Dorf gerecht an alle, damit niemand mehr hungern musste.  
 
Seit diesem Tag waren alle glĂŒcklich und zufrieden.  
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Anna Gattenlöhner, Klasse 5d

Die verdoppelte MĂŒnze

Es war einmal ein armer Bauernjunge namens Kalle. Er hatte fast kein Essen mehr und alle anderen wollten ihm auch nichts geben. Darum ging er frĂŒhmorgens in den Wald, um Beeren und Pilze zu suchen. Er hatte schon eine Menge FrĂŒchte gesammelt, da hörte er eine Frau laut um Hilfe rufen. Er lief den Schreien entgegen, bis Kalle vor einer jungen Frau stand. Ihr Auto hatte einen platten Reifen. Er fragte: "Kann ich Ihnen helfen?" Die Frau sah erleichtert aus und erklĂ€rte Kalle: "12 Fahrradfahrer, 7 Traktoren und 3 Wanderer habe schon um Hilfe gebeten, doch niemand wollte helfen." FĂŒr Kalle war das selbstverstĂ€ndlich. Er wechselte ruckzuck den Reifen. Voller Freude ĂŒber seine Hilfe bedankte sich die Frau mit einem kleinen Geschenk. Kalle öffnete das Geschenk und sah ein eingerolltes Papier. Er fragte: "Was ist das fĂŒr ein Papier?" "Ich bin eine gute Fee und das ist eine Schatzkarte als Dank fĂŒr deine Hilfe und deine herausragende Arbeit. Folge den Anweisungen auf der Karte und du wirst der reichste Mensch des Universums", sprach die Fee. Keine drei Sekunden spĂ€ter macht es zischhhhh und es stieg eine rosa glitzernde Wolke auf und die Fee war verschwunden. 

Der Bauernjunge schaute sich die Karte genau an und sah ein rotes und ein grĂŒnes Kreuz. Kalle dachte kurz nach und bemerkte, dass das grĂŒne Kreuz genau dort war, wo er sich gerade befand. Außerdem gab es eine Linie, die ihm sagte, dass er drei Kilometer nach Osten, 7 Kilometer nach Norden und 12 Kilometer wieder nach Osten laufen soll. Also machte er sich auf den Weg. Nach 12 Stunden hatte Kalle sein Ziel erreicht. Er sah sich um und plötzlich stand die gute Fee vor ihm. Sie gab ihm eine MĂŒnze und sagte: "Jedes Mal, wenn du mit der MĂŒnze in deiner linken Hosentasche etwas kaufst, wirst du sie verdoppelt in einer rechten Hosentasche wiederfinden. "Danke", murmelte er verblĂŒfft und starrte auf die MĂŒnze. Plötzlich drehte sich die Frau und sprach: "3 mal 7 ist 21, 21, 12, im Wald, da sind die Wölf." Es machte zischhhh und die gute Fee war verschwunden. Kalle jubelte: "Jetzt bin ich reich!" 

Und wenn er nicht die MĂŒnze verloren hat, dann ist er reich bis heute. 

 Simon Pahl, Klasse 5e

Ein geheimnisvoller Schatz

Es war einmal ein armer Bauer, der lebte in einem verlassenen HĂ€uschen am Waldrand. Direkt neben dem HĂ€uschen war ein Stall mit einer abgemagerten Kuh. Außerdem ein vertrocknetes Feld. 

Eines Tages wurde der Mann sehr krank und weil er Witwer war, kĂŒmmerte sich niemand um ihn. Deshalb fing er an, SelbstgesprĂ€che zu fĂŒhren. So sprach er des Öfteren zu sich selbst: "Ich lebe in diesem alten, schĂ€bigen Haus. Und alles, was ich besitze, ist eine magere Kuh, von der nicht einmal satt werden wĂŒrde." Da seine Frau diese Kuh zu ihren Lebzeiten sehr liebte, brachte der Bauer es nicht ĂŒbers Herz, sie zu schlachten. Als er eines Abends dem Vogelgezwitscher lauschte, weil er wieder einmal vergessen hatte das Fenster zu schließen, schlief er ein. Er trĂ€umte sehr schlecht, er trĂ€umte, dass die Kuh von seiner Frau Hildegard starb. Seine Frau schrie ihn im Traum an: "Du Versager, lĂ€sst du einfach meine geliebte Betty sterben! Ludwig, so etwas hĂ€tte ich nicht von dir erwartet!" "Nein!", schrie er, das kann nicht sein!" Sofort saß er aufrecht im Bett, er sprach fast schon auf, zog sich die durchgelaufenen Pantoffeln an und rannte mit einem Hustenanfall in den Stall. Dort lag sie nun, Betty, die Kuh. Er ließ sich auf seine alten, zerbrechlichen Knie fallen und fĂŒhlte, ob sie noch Puls hatte. Da schreckte sie hoch! Ludwig brachte ihr trotz aller MĂŒdigkeit einen Eimer frisches Wasser und einen WĂ€schebottich voll Gras. Danach blieb er noch eine ganze Weile bei Betty und flĂŒsterte ihr zu: "Hildegard hat mir im Traum gesagt, ich soll dich nicht sterben lassen, Betty." Danach ging er ins Haus und holte die wĂ€rmste Decke, die er finden konnte. Er trottete zurĂŒck in den Stall, wo sich Betty schon ganz heißhungrig ĂŒber das Gras hergemacht hatte. Nach einigen Minuten war die Kuh dann endlich fertig und der Bauer konnte ihr die Decke ĂŒber den RĂŒcken legen. Bevor er jedoch endgĂŒltig ging, brummte er in einem beruhigenden Ton: "Gute Nacht, Betty, gute Nacht, Hildegard." Da er noch im Schlafanzug war, legte er sich gleich wieder ins Bett und schlief ein. Ludwig hatte nicht bemerkt, dass er sich einer schlimmen LungenentzĂŒndung genĂ€hert hatte. Es hatte sich nicht gerade fĂŒr richtig erklĂ€rt, sich noch an der eiskalten Nachtluft aufzuhalten. FĂŒr den alten Mann war die Nacht eine Qual, aber auch die Rettung in letzter Sekunde. Denn als er nur noch am Husten und am Keuchen war, kam eine gute Fee durch das immer noch offene Fenster geflogen. Sie hatte blonde Haare und ein rotes Kleid. Auf ihr rotes Kleid war Ophelia gestickt. "Ist das ihr Name?", fragte sich der alte Bauer. "Wahrscheinlich schon", beantwortete er sich die Frage selbst. Über dem Gedanken, ob er das jetzt nur trĂ€umte oder nicht, schlief er wieder ein. In der Nacht ging es mit ihm bergab. Als er fast keine Luft mehr bekam, kitzelte es ihn in der Nase und er musste niesen. Mit einem lauten "Hatschi!" schlug er die Augen auf. Ludwig richtete sich auf und starrte voller Entsetzen auf seine Bettdecke. Die Decke war voller Glitzer! Und der Glitzer zog eine Spur bis hinter den Nachttisch. Vielleicht meinte er es sich nur einzubilden, doch er hörte ein leises Schluchzen, in dem zu erkennen war: "Ich habe versagt, Mami wird sehr sauer auf mich sein!" Da kniff sich der Bauer in den Arm, schloss die Augen, kniff sich zwei weitere Male, doch es hörte nicht auf. Da er hob er sich aus dem Bett und wollte nachsehen, was da hinter dem Nachttisch war. Auf einmal erhob sich vor ihm eine kleine Gestalt. "Du lebst ja, Ludwig!", rief sie ĂŒberglĂŒcklich. "Ja, a....aber, woher weißt du, wie ich heiße?", fragte er etwas ĂŒberfordert nach den ganzen Ereignissen. "Woher ich das weiß? Also sag mal, hat dir Hildegard im Traum nie gesagt, dass ich kommen werde?", fragte die gute Fee zurĂŒck. "Nein! Noch nie!", ĂŒberlegte er. Da sprach Ophelia auf und flog zum Kleiderschrank. "Los, zieh dir etwas Robustes an und packe deine Sachen! Hol Betty und lass uns diese Bruchbude verlassen. Solange du an meiner Seite bleibst, wird dir nichts fehlen." Nachdem Ludwig seine Sachen hatte, holten sie Betty und verließen das Haus und den Stall. Die Sachen hatte er auf Bettys RĂŒcken verstaut. Falls ihr euch jetzt denkt, dass Betty gleich zusammenkracht, falsch gedacht! Denn die gute Fee hatte sie mit einem Spruch verzaubert. Dieser Spruch klang so: "Bleib gesund, trotte neben uns her wie ein Hund, bei mir es dir gut gehen ohne einen Schwund, bleib gesund!" Auch den alten Bauern hat sie mit diesem Spruch verzaubert. Sie gingen schnurstracks in den Wald. Ophelia lotste ihn und die Kuh zu einem Baum. Doch da blieb er stehen und fing an zu schluchzen: "Hier hat der Stier Hildegard hingetrieben und sie aufgespießt!" "Nein!", rief die Fee. "Das stimmt nicht! Damals waren ich und meine Freunde hier und deine Frau auch. Als wir dann den Stier sahen, wie er auf deine Ehefrau zukam, gerade dazu bereit sie aufzuspießen, haben wir sie mit unserem Staub eingesprĂŒht und sie durch den Baum gezogen. Sie flog hoch in die Baumkronen und als sie wieder kam, hatte sie eine Karte dabei. Sie hielt ihm diese vor die Nase und sagte: "Hier ist unser RĂŒckweg eingezeichnet, du wirst sehen, dort erwartet dich ein wunderbarer Schatz!" "Ok", rief er schnell, "wo mĂŒssen wir lang?" "Einfach die Luftlinie nehmen", antwortete sie. "Wie lange dauert es?", bohrte Ludwig nach. "7 Minuten!", schrie sie und schon flogen alle mit Feenstaub los. Wie gesagt waren sie in 7 Minuten da: 4 Minuten hoch, 3 Minuten geradeaus. Als sie da waren, erwarteten den Bauern seine Frau. Sie fielen sich in die Arme. "Hildegard, bist du es wirklich, nach all den Jahren? Du bist der Schatz?", fragte Ludwig. "Ja, mein Liebster!", freute sie sich."Und wo ist Betty?", fragte sie. "Hier!", rief er. Da kam Betty und alle waren wieder vereint. 

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. 

 Karlotta Korth, Klasse 5e

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